Was ist Packet-Radio?


 
Packet-Radio ist ein Verfahren zur drahtlosen Datenübertragung im Amateurfunk oder auch im CB-Funk- Aufgrund seiner hervorragenden
Eigenschaften wird Packet-Radio auch kommerziell und im Bereich Forschung eingesetzt.

 
Packet-Radio ist ein Verfahren, mit dem man über Funk Daten senden und empfangen kann. Grundsätzlich unterscheidet sich Packet-Radio
von der 'historischen' Betriebsart RTTY (Funkfernschreiben) dadurch, daß die Daten zu einem 'Paket' zusammengefaßt werden, das dann
ausgesendet wird. Daher der Name 'Packet-Radio'.

 
Viele Stationen arbeiten auf einer Frequenz

 
Mit jedem Paket wird (außer den eigentlichen Nutzdaten) noch das Rufzeichen des Absenders und des Empfängers übertragen. Dadurch ist es
möglich, daß viele Packet-Radio Verbindungen auf derselben Frequenz stattfinden ohne sich zu stören: Jeder Empfänger sucht sich aus der
Vielzahl der mitgehörten Pakete nur diejenigen heraus, die für ihn bestimmt sind. Jeder Sender prüft, bevor er sendet, ob die Frequenz frei ist.
Dadurch werden Kollisionen vermieden und die Frequenz kann für viele Benutzer gleichzeitig genutzt werden.

 
Übertragungsfehler sind ausgeschlossen

 
In den Datenpaketen sind Prüfsummen enthalten, die es ermöglichen, Übertragungsfehler zu erkennen. Nur 100% fehlerfreie Pakete werden
vom Empfänger akzeptiert und auf dem Bildschirm angezeigt. Richtig empfangene Pakete werden bestätigt. Unbestätigte Pakete werden so
lange wiederholt, bis sie fehlerfrei beim Empfänger angekommen sind.

 
Große Reichweite durch Digipeater

 
Der Packet-Radio-Verkehr kann direkt zwischen zwei Funkpartnern stattfinden. Zusätzlich können die Datenpakete jedoch auch über mehrere
Zwischenstationen ("Digipeater") weitergereicht werden, was die Reichweite enorm vergrößert. Beim klassischen 'digipeating' kann ein
Datenpaket über bis zu 7 Zwischenstationen weitergereicht werden bis es beim Empfänger ankommt.

 
Weltweites Packet-Netzwerk

 
Das sehr gut ausgebaute Amateurfunk-Digipeater-Netz in Deutschland arbeitet mit leistungsfähigen Knotenrechnern, die ein von einem Benutzer
empfangenes Datenpaket über Richtfunkstrecken gezielt zu dem Knotenrechner hin vermitteln, in dessen Nähe der gewünschte Funkpartner
sitzt. Der Packet-Radio Benutzer muß sich -gerätetechnisch- also nur bemühen, einen sicheren Zugang zu einem beliebigen Knotenrechner im
Packet-Radio Netz zu bekommen.

 

 
Was brauche ich für Packet-Radio

 
1. Sie brauchen ein Funkgerät

 
Für 1200 Baud Betrieb eignet sich praktisch jedes beliebige 2m oder 70cm Funkgerät. Falls Sie 9600 Baud Packet machen wollen, sollten Sie
ein Gerät verwenden, das sich gut für Packet modifizieren läßt. Ideal sind Quarzgesteuerte Geräte, die hervorragend kurze
Sende/Empfangs-Umschaltzeiten besitzen.

 
2. Sie brauchen einen Computer

 
Die Packet-Radio-Modems können mit jedem Computer betrieben werden, der eine serielle Schnittstelle (RS232, V24) besitzt. Ideal sind
IBM-kompatible (PC, AT, 386, 486 etc.), Laptops, Notebooks etc.. Genau so gut läßt sich ein Atari-ST, Amiga etc. anschließen. Für alle
diese Rechner sind Terminalprogramme verfügbar, mit denen man sehr komfortabel Daten senden und empfangen kann.

 
3. Sie brauchen einen Packet-Radio-Controller

 
Der Packet-Radio-Controller setzt die NF-Signale des Funkgeräts in digitale Informationen um und überträgt sie zum Computer und
umgekehrt. Außerdem sorgt der PR-Controller für den korrekten Zusammenbau der Datenpakete und analysiert die empfangenen Pakete. Der
PR-Controller wird mit einem seriellen Kabel an die COM-Schnittstelle angeschlossen, am Funkgerät verwendet man die Anschlüsse
Mikrophon, Lautsprecher und PTT (für 1200 Baud) bzw. Modulator, Demodulator und PTT für 9600 Baud.

 

 
Fachjargon ??? Nein !!!

 
Um Packet-Radio betreiben zu können, benötigen Sie keine besonderes Fachjargon! Weit verbreitet sind, auch vom Chatten oder aus eMails
bekannte Smilies. Um diese richtig deuten zu können, habe ich in der folgenden Liste die wichtigsten zusammengestellt:
 
:-)
Der Grundsmilie. Dieser Smilie unterstreicht eine sarkastische oder nicht ganz ernst gemeinte Äußerung, da man bei der DFÜ keine
Betonung ausdrücken kann.
:-)
Breites Grinsen
:-)
Der fröhliche Smilie. Dieser Smilie wird benutzt, um bissige oder witzige Aussagen zu kennzeichnen, da der Gesichtsausdruck und die
Modulation der Stimme bei der DFÜ nicht übertragen werden.
:-)))
Extrem breites Grinsen
;-)
Zwinkender Smilie. User macht gerade eine kokette oder sarkastische Bemerkung. Ist mehr ein "Bitte nicht schlagen für das was ich
eben gesagt habe"-Smilie.
:-(
Unwirscher Smilie. User mag die letzte Bemerkung nicht, oder ist deprimiert.
:-(
Mißbilligender Smilie. User ist mit der Aussage der letzten Bemerkung nicht einverstanden oder ist darüber verärgert.
:-|
Undifferenzierter Smilie. Nicht so negativ wie der Vorgänger, aber auch nicht von Zufriedenheit zeugend.
:->
User macht gerade eine bitterböse Bemerkung und freut sich diebisch darüber (Auch teuflich durchtrieben.).
:->
User macht gerade eine bissig sarkastische Bemerkung, schärfer als :-) (auch: teufliche Bemerkung)
;->
Augenzwinkernd und durchtrieben in Kombination. (Bezieht sich auf eine sehr anzügliche Anmerkung).