- Packet-Radio ist ein
Verfahren zur drahtlosen Datenübertragung im Amateurfunk oder auch im
CB-Funk- Aufgrund seiner hervorragenden
- Eigenschaften wird
Packet-Radio auch kommerziell und im Bereich Forschung eingesetzt.
- Packet-Radio ist ein
Verfahren, mit dem man über Funk Daten senden und empfangen kann.
Grundsätzlich unterscheidet sich Packet-Radio
- von der 'historischen'
Betriebsart RTTY (Funkfernschreiben) dadurch, daß die Daten zu einem
'Paket' zusammengefaßt werden, das dann
- ausgesendet wird.
Daher der Name 'Packet-Radio'.
- Viele Stationen
arbeiten auf einer Frequenz
- Mit jedem Paket wird
(außer den eigentlichen Nutzdaten) noch das Rufzeichen des Absenders und
des Empfängers übertragen. Dadurch ist es
- möglich, daß viele
Packet-Radio Verbindungen auf derselben Frequenz stattfinden ohne sich
zu stören: Jeder Empfänger sucht sich aus der
- Vielzahl der
mitgehörten Pakete nur diejenigen heraus, die für ihn bestimmt sind.
Jeder Sender prüft, bevor er sendet, ob die Frequenz frei ist.
- Dadurch werden
Kollisionen vermieden und die Frequenz kann für viele Benutzer
gleichzeitig genutzt werden.
-
Übertragungsfehler sind ausgeschlossen
- In den Datenpaketen
sind Prüfsummen enthalten, die es ermöglichen, Übertragungsfehler zu
erkennen. Nur 100% fehlerfreie Pakete werden
- vom Empfänger
akzeptiert und auf dem Bildschirm angezeigt. Richtig empfangene Pakete
werden bestätigt. Unbestätigte Pakete werden so
- lange wiederholt, bis
sie fehlerfrei beim Empfänger angekommen sind.
- Große Reichweite
durch Digipeater
- Der
Packet-Radio-Verkehr kann direkt zwischen zwei Funkpartnern stattfinden.
Zusätzlich können die Datenpakete jedoch auch über mehrere
- Zwischenstationen ("Digipeater")
weitergereicht werden, was die Reichweite enorm vergrößert. Beim
klassischen 'digipeating' kann ein
- Datenpaket über bis zu
7 Zwischenstationen weitergereicht werden bis es beim Empfänger ankommt.
- Weltweites
Packet-Netzwerk
- Das sehr gut
ausgebaute Amateurfunk-Digipeater-Netz in Deutschland arbeitet mit
leistungsfähigen Knotenrechnern, die ein von einem Benutzer
- empfangenes Datenpaket
über Richtfunkstrecken gezielt zu dem Knotenrechner hin vermitteln, in
dessen Nähe der gewünschte Funkpartner
- sitzt. Der
Packet-Radio Benutzer muß sich -gerätetechnisch- also nur bemühen, einen
sicheren Zugang zu einem beliebigen Knotenrechner im
- Packet-Radio Netz zu
bekommen.
- Was
brauche ich für Packet-Radio
- 1. Sie brauchen
ein Funkgerät
- Für 1200 Baud Betrieb
eignet sich praktisch jedes beliebige 2m oder 70cm Funkgerät. Falls Sie
9600 Baud Packet machen wollen, sollten Sie
- ein Gerät verwenden,
das sich gut für Packet modifizieren läßt. Ideal sind Quarzgesteuerte
Geräte, die hervorragend kurze
-
Sende/Empfangs-Umschaltzeiten besitzen.
- 2. Sie brauchen
einen Computer
- Die
Packet-Radio-Modems können mit jedem Computer betrieben werden, der eine
serielle Schnittstelle (RS232, V24) besitzt. Ideal sind
- IBM-kompatible (PC,
AT, 386, 486 etc.), Laptops, Notebooks etc.. Genau so gut läßt sich ein
Atari-ST, Amiga etc. anschließen. Für alle
- diese Rechner sind
Terminalprogramme verfügbar, mit denen man sehr komfortabel Daten senden
und empfangen kann.
- 3. Sie brauchen
einen Packet-Radio-Controller
- Der
Packet-Radio-Controller setzt die NF-Signale des Funkgeräts in digitale
Informationen um und überträgt sie zum Computer und
- umgekehrt. Außerdem
sorgt der PR-Controller für den korrekten Zusammenbau der Datenpakete
und analysiert die empfangenen Pakete. Der
- PR-Controller wird mit
einem seriellen Kabel an die COM-Schnittstelle angeschlossen, am
Funkgerät verwendet man die Anschlüsse
- Mikrophon,
Lautsprecher und PTT (für 1200 Baud) bzw. Modulator, Demodulator und PTT
für 9600 Baud.
- Fachjargon ???
Nein !!!
- Um Packet-Radio
betreiben zu können, benötigen Sie keine besonderes Fachjargon! Weit
verbreitet sind, auch vom Chatten oder aus eMails
- bekannte Smilies. Um
diese richtig deuten zu können, habe ich in der folgenden Liste die
wichtigsten zusammengestellt:
-
- :-)
- Der Grundsmilie.
Dieser Smilie unterstreicht eine sarkastische oder nicht ganz ernst
gemeinte Äußerung, da man bei der DFÜ keine
- Betonung ausdrücken
kann.
- :-)
- Breites Grinsen
- :-)
- Der fröhliche Smilie.
Dieser Smilie wird benutzt, um bissige oder witzige Aussagen zu
kennzeichnen, da der Gesichtsausdruck und die
- Modulation der Stimme
bei der DFÜ nicht übertragen werden.
- :-)))
- Extrem breites Grinsen
- ;-)
- Zwinkender Smilie.
User macht gerade eine kokette oder sarkastische Bemerkung. Ist mehr ein
"Bitte nicht schlagen für das was ich
- eben gesagt
habe"-Smilie.
- :-(
- Unwirscher Smilie.
User mag die letzte Bemerkung nicht, oder ist deprimiert.
- :-(
- Mißbilligender Smilie.
User ist mit der Aussage der letzten Bemerkung nicht einverstanden oder
ist darüber verärgert.
- :-|
- Undifferenzierter
Smilie. Nicht so negativ wie der Vorgänger, aber auch nicht von
Zufriedenheit zeugend.
- :->
- User macht gerade eine
bitterböse Bemerkung und freut sich diebisch darüber (Auch teuflich
durchtrieben.).
- :->
- User macht gerade eine
bissig sarkastische Bemerkung, schärfer als :-) (auch: teufliche
Bemerkung)
- ;->
- Augenzwinkernd und
durchtrieben in Kombination. (Bezieht sich auf eine sehr anzügliche
Anmerkung).